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Wenn ‚Dein‘ Land Dich ruft, sag‘ lieber: NEIN.

Datum: 08.10.2026
Uhrzeit: 19:00
Köln
TH Köln Raum 214,
Ubierring 48, 50678 Köln

Vortrag und Diskussion

Sobald Du 18 wirst, kriegst Du demnächst einen Fragebogen der Bundeswehr. Die Armee fragt Dich, ob Du Dir vorstellen kannst, für Deutschland zu töten und getötet zu werden. Und deswegen bereit bist, Dich genau darauf vorzubereiten. Sie will mit dem Fragebogen herausfinden, ob sie auf Dich zählen kann. Und ob Du dafür geeignet bist.

Steht in Deinem Personalausweis, dass Du ein Mann bist, MUSST Du den Fragebogen beantworten. Bist Du eine Frau, divers oder nicht-binär DARFST Du den Fragebogen beantworten.

Dir wird gesagt: Alles halb so schlimm. Wirklich dienen müssen nur Freiwillige. Allerdings sagt das Gesetz schon jetzt: Sind nicht genügend Leute von sich aus bereit zu dienen, kommt die Wehrpflicht wieder. Dann geht es um mehr als nur um einen Fragebogen….

Viele finden das nicht fair: Weil schon wieder die Jungen ran müssen, und das obwohl der Staat doch auf voller Linie versage in seiner Aufgabe, die Jugend mit guter Bildung, sauberen Schultoiletten, interessanten Jugendangeboten und so weiter, zu versorgen.

Aber: Sind das gute Einwände?

Ergibt es Sinn für einen Staat zu töten und zu sterben, wenn dieser für trockene Schultoiletten, spaßige Abende in Jugendclubs und top ausgebildete Fachkräfte sorgt?

Wäre es nicht noch unvernünftiger sein Leben zu geben, wenn das leben voller angenehmer und spaßiger Aktivitäten wäre? Schließlich kann man all diese wunderbaren Dinge tot doch überhaupt nicht mehr genießen.

Wer die drohende Wehrpflicht verteidigt argumentiert übrigens ähnlich, bloß umgekehrt. Dann wird gesagt, der Staat täte doch bereits so viel für alle, dass man dafür auch an der Front kämpfen soll.

Diese Haltung finden wir falsch, und würden gerne mit euch darüber diskutieren.